Leinsamen ist unser heimischer Chia

Lange Zeit fristete Leinsamen ein stiefmütterliches Dasein in Reformhäusern und war nur als Mittel für Verdauungsprobleme bekannt. Dabei ist er ein wirkliches Powerfood oder auch Superfood, das es in sich hat und nur so von wichtigen Nährstoffen strotzt.

Die kleinen, gelb-braunen Samen sind vollgepackt mit Omega-3 Fettsäuren, pflanzlichem Eiweiß, Ballaststoffen, Vitaminen- und Mineralstoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen.

Gute Fette – Omega-3 Fettsäuren machen Leinsamen zum Superfood

50-60% des Superfood Leinsamens besteht aus guten Omega-3 Fettsäuren. Diese sind wichtig für den Aufbau unserer Gehirn-und Nervenzellen und helfen dabei die Cholesterinwerte in unserem Blut zu regulieren. Omega-3 Fettsäuren helfen hierbei das schlechte LDL-Cholesterin zu senken und verbessern somit das Verhältnis des guten HDL-Cholesterins, welches das Herzinfarktrisiko deutlich verringern kann. Des Weitern konnte in vielen wissenschaftlichen Studien gezeigt werden, dass Omega-3 Fettsäuren lebenswichtige Vorstufen einer ganzen Reihe von anti-entzündlicher

Molekülen sind. Diese unterstützen unseren Körper dabei überschießende Entzündungsreaktionen zu vermeiden und helfen somit auch bei Autoimmunkrankheiten und chronisch-entzündlichen Krankheiten.

Ballaststoffe sättigen langanhaltend

Dieses Superfood ist aber nicht nur eine sehr wertvolle Quelle für gute Fette, sondern enthält ebenfalls sehr viele Ballaststoffe, die zahlreiche positive Effekte für die Gesundheit mit sich bringen.

leinsamen
Die Samen des Flaches werden als Leinsamen bezeichnet und sind durch Ihre Inhaltstoffe ein wahres Superfood.

Grundsätzlich lassen sich Ballaststoffe in unlösliche und lösliche Ballaststoffe einteilen. Beide Arten sind in Leinsamen enthalten. Ballaststoffe binden im Darm Wasser und den Nahrungsbrei, was dazu führt, dass Nährstoffe über einen längeren Zeitraum besser aufgenommen werden können, ein

Sättigungsgefühl schneller eintritt und dabei aber für längere Zeit anhält. Ballaststoffe können vom menschlichen Körper nicht aufgeschlüsselt werden und bringen für den menschlichen Organismus somit keine verwertbaren Kalorien. Sie sättigen allerdings trotzdem, was für alle, die ihr Wunschgewicht erreichen oder halten möchten, ein willkommener Nebeneffekt ist.

Leinsamen unterstützt deine Gesundheit und deine Immunabwehr

Leinsamen bringt wertvolles Futter für die Darmbakterien mit sich. Während der Mensch keine Enzyme für die Verdauung von Ballaststoffen hat, ernähren sich unsere Darmbakterien davon. In unserem Darm wohnt eine Vielzahl an unterschiedlichsten Darmbakterien (auch Mikrobiota genannt) und diese tragen erheblich zu unserer Verdauung, Vitaminversorgung und Immunabwehr bei. Grund genug bei jeder Mahlzeit darauf zu achten, dass genügend natürliche Ballaststoffe enthalten sind.

Zusätzlich binden Ballaststoffe Cholesterin und Schwermetalle direkt im Verdauungstrakt durch die Ausbildung gelartiger Strukturen, so dass diese erst gar nicht über den Darm aufgenommen werden und sofort wieder ausgeschieden werden können.

Sekundäre Pflanzenstoffe – Medizin der Pflanzen

Schon Hildegard von Bingen, die bekannteste Kräuterheilerin des Mittelalters, kannte die heilende Wirkung des Powerfood Leinsamen. Sie benutzte Leinsamen als Heilmittel gegen Geschwüre und Entzündungen im Magen-Darm Trakt, zur Verdauungsregulation und bei Blähungen.

Wie bei vielen Heilpflanzen, tragen auch bei Leinsamen die sekundären Pflanzenstoffe zu diesem wünschenswerten Effekt einen erheblichen Anteil bei. Sekundäre Pflanzenstoffe sind Stoffe, die schon die Pflanze vor gefährlichen Umwelteinflüssen beschützen sollen. Unter anderem helfen sekundäre Pflanzenstoffe sich vor Bakterien und Pilzen zu schützen, andere sind anti-oxidative, anti-entzündlich oder schützen Pflanzen vor der täglichen Sonneneinstrahlung.

Im menschlichen Körper können einige dieser Stoffe das gleiche für uns tun. Im Leinsamen sind es unter anderem die sogenannten Lignane, die direkt unter der Schale des Samens stecken. Um eine besonders große Menge dieser wirkungsvollen Stoffe aufzunehmen, empfiehlt es sich nicht den Leinsamen als Ganzes aufzunehmen, sondern gemahlen als Schrott. Zum einen wirken Lignane oxidativem Stress entgegen und verringern dadurch Zellschäden und verlangsamen die Zellalterung. Zum anderen hemmen Lignane die Vergrößerung der Prostata und beugen somit aktiv der beim Mann dritt häufigsten Krebserkrankung vor.

5 Sachen, die Du garantiert nicht über Leinsamen wusstest

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