Zöliakie, Essen Unterwegs, Glutenunverträglichketi


In letzter Zeit tauchen immer mehr Produkte mit dem Hinweis: GLUTENFREI in den Regalen auf. Sollte ich vielleicht auch lieber auf Gluten verzichten? Was ist Gluten eigentlich und warum vertragen es anscheinend immer weniger Leute?

Was ist Gluten eigentlich?

Gluten ist der Überbegriff für eine Gruppe  von Proteinen, den sogenannten Klebereiweißen. Diese dienen als Speicherproteine in vielen Getreidesorten wie Weizen, Roggen oder auch Gerste. Auf Grund der Eigenschaften von Gluten wird es auch häufig in der Lebensmitteltechnik als Emulgator, Stabilisator oder Träger für Aromen eingesetzt. Das heißt auch Lebensmittel die eigentlich kein Getreide enthalten können Gluten enthalten.

Glutenunverträglichkeit, Weizenallergie, Zöliakie: Ist das alles das Gleiche?

Auch wenn man meinen könnte dass diese Begriffe alle das Gleiche beschreiben so gibt es doch Unterschiede. Zöliakie ist eine Allergie gegen Bestandteile des Weizens, nämlich des Glutens, den man nicht verträgt. Aber es ist keine Weizenallergie. Bei der Weizenallergie werden die Beschwerden durch andere Bestandteile des Weizens hervorgerufen, jedoch nicht durch Gluten. Außerdem gibt es auch eine Nicht Zöliakie Weizensensitivität (NCWS), welche eine angeborene Reaktion auf bestimmte Bestandteile des Weizens ist. Erst 2016 wurde eine Enzymfamilie des Weizens (Amylase Trypsin Inhibitoren) von Wissenschaftlern als Auslöser entdeckt.

Welche Symptome ruft eine Glutenunverträglichkeit = Zöliakie hervor?

Oft wird die Krankheit bereits im Kindesalter diagnostiziert. Dabei haben die betroffenen Kinder oft Durchfall, müssen sich erbrechen und nehmen nur schlecht an Gewicht zu. Oft zeigt sich dazu auch ein ausgeprägter Blähbauch. Bei Erwachsenen kann es auch zu unterschiedlichen und nicht eindeutigen Symptomen, wie Müdigkeit, Nervosität oder trockene Haut kommen. Deshalb ist Zöliakie bei Erwachsenen oft schwer zu diagnostizieren. Zudem gibt es viele Fälle die zwar die typischen Veränderungen der Blutwerte und Darmwand haben aber keine oder nur untypische Symptome haben.

Wie wird Zöliakie diagnostiziert?

Die Diagnose kann durch den Nachweis bestimmter Antikörper im Blut erfolgen. Im Anschluss erfolgt eine histologische Abklärung des Blutbefundes durch die Entnahme einer kleinen Gewebeprobe während einer Darmspiegelung. Dabei kann man die Entzündung der Darmschleimhaut bildlich sehr gut erkennen und diagnostizieren.

Was kann ich dagegen tun?

Medikamentös kann die Krankheit bisher nicht behandelt werden. Allerdings können die Beschwerden durch eine lebenslange glutenfreie Ernährung wieder komplett verschwinden und auch die Darmschleimwand kann sich wieder erholen.

Sollte ich generell auf Gluten verzichten?

Wer keine Unverträglichkeit hat, sollte auch nicht generell auf Gluten verzichten. Denn eine ausgewogene Ernährung zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche und frische Diät aus, bei der auf nichts verzichtet wird. Dadurch kommt der Körper und damit das Immunsystem regelmäßig in Kontakt mit den unterschiedlichsten Nahrungsbestandteilen. Dies hilft einer Immunabwehr gegenüber Gluten vorzubeugen.

Mehr Informationen, Tipps, Tricks und Rezepte rund um das Thema Zöliakie findet ihr unter www.coeli-news.com

Glutenunverträglichkeit, Weizenallergie, Zöliakie: Ist das alles das Gleiche? NEIN!
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